Absage

Die Nachwirkungen der Erprobungstour waren doch größer als ich gehofft hatte. Der Orthopäde hat Peter striktes Radfahrverbot verordnet! Aus unserer gemeinsamen Polentour, entlang der Ostseeküste bis auf das Frische Haff nach Krynica Morska, kann in diesem Jahr nichts mehr werden. 🙁 Damit ist es schon das zweite Mal, dass diese Tour ins Wasser fällt, denn allein möchte ich diese Fahrt nicht unternehmen! Da der Urlaub geplant ist, und ich auch gar nicht auf die diesjährige lange Radtour verzichen möchte, muss ich mir eine Alternative überlegen. Nach einigem Überlegen und Suchen steht die neue Tour fest: ich fahre allein von der tschechischen Grenze auf den Elberadweg bis nach Kappeln.

 

 

„Ostertour“

Nach der „Erprobungstour“ mit Peter bin ich noch nicht wieder so häufig unterwegs gewesen. Leider habe ich momentan nicht die Zeit, die ich gerne hätte. Heute am Ostermontag möchte ich aber das schöne Wetter genießen und ein paar Stunden durch die Gegend radeln. Vielleicht finde ich mal Wege, die ich noch nicht gefahren bin. Zunächst aber fahre ich auf bekannten Terrain, auf angelner Seite bis Lindaunis. Über die Brücke dann weiter Richtung Rieseby, nach Zimmert und Holzdorf. Über Tingborn radel ich durch Feld, Flur und Wald, vorbei am Großen Moor nach Russland. Ja auch das findet man bei uns! Dann erreiche ich Waabs und Großwaabs. Über Schwastrum Mühle geht es nach Damp. Von hier, immer an der Wasserkante entlang, erreiche ich schließlich Weidefeld und dann Kappeln. Eine sehr schöne Runde bin ich da gefahren. Und es waren Abschnitte dabei, die auch für mich neu waren. Und am Ende hatte ich 60km auf der Uhr. 🙂

Weitere „Testtouren“

Es werden zwei weitere Touren mit Peter unternommen. Angeln und Schwansen, für Peter Neuland, werden kreuz und quer durchfahren. Und wie soll es anders sein, es stellen sich die ersten kleineren Wehwehchen ein. 🙁  Der Sattel passt nicht so richtig zum Hintern, oder umgekehrt. Temperaturen unter 10° sind auch nicht so ideal, da fehlt es noch etwas an der Ausrüstung bei Peter. Schlimmer ist jedoch der Wind, der nun schon mal aus der falschen Richtung mit entsprechender Stärke, kein gemütliches Radeln mehr zulässt sondern einiges an zusätzlichen Einsatz fordert. Peters anfängliche Zuversicht lässt merklich nach! *mistis*
Wir haben uns überlegt, dass es wohl das Beste wäre, wenn wir vor der großen eine kleine mehrtägige Tour unternehmen würden. Peter möchte sein Rad auch mal mit Gepäck testen und sehen wie es ist, mehrere Tage hintereinander zu fahren. Die Tour und der Zeitpunkt muss aber noch festgelegt werden.

Nach der Winterpause ist vor der Winterpause

Die erste etwas längere Strecke in diesem Jahr ist 62 km. Ich fahre von Kappeln den Wikinger-Friesen-Weg auf schwansener Seite über Winnemark, Sieseby, Rieseby, Ornum nach Missunde. Die Fähre setzt mich zur anderen Schleiseite über. Nach einer kleinen Pause radle ich weiter nach Brodersby, Ulsnis und Lindaunis. Und von dort immer dicht an der Schlei entlang zurück nach Kappeln. Wenn es auch relativ kalt war, so ca. 0°C, hat es doch sehr viel Spaß gemacht. Und es war richtig gutes Wetter mit viel Sonne!

Winterpause ade?

Am 19. Jan. starte ich, nach witterungsbedingter Pause, in das Radlerjahr 2011. Und bis zum 24. Januar habe ich vier kleine Touren unternommen. Alle mit Entfernungen zwischen 22 km und 31 km und einer Fahrzeit von einer bis 1,5 h. Mir geht es hierbei in erster Linie um „körperliche Ertüchtigung“ 😉 und nicht um Sightseeing! Das kann ich machen, wenn das Wetter wieder besser und vor allem wärmer ist. Diese Touren führten durch das nördliche Schwansen und waren fast alle sehr ähnlich. Nun ja, so sehr viele Möglichkeiten gibt es hier ja auch nicht. Man macht mal hier und da einen zusätzlichen Schlänker, aber die Ortschaften, durch die man radelt, sind immer die selben.

Der Abschluss 2010

Nach dem 19.Okt habe ich noch weitere Touren unternommen. Aber nicht so viele wie ursprünglich, ohne Infakt, vorgesehen waren. Am 08. Dez. hat es geschneit, und der Schnee ist auch liegen geblieben. Somit endet mein Fahrradjahr 2010 früher, und es sind auch nicht, wie geplant, mind. zwei Touren pro Woche zusammen gekommen. Nun ja, vielleicht klappt es dann ja im nächsten Jahr.

Allgemein kann ich aber sagen, dass mir das Rad fahren gut bekommt und auch Spaß bringt. Ich freue mich schon jetzt auf meine nächsten Unternehmungen. Und die Fortsetzung der „großen Tour“ ist in voller Planung. Ich überlege allerdings, ob Krynica Morska, auf der Kurischen Nehrung, wirklich das Ziel sein soll, oder ob ich noch weiter fahre. Ich könnte z. B. weiter bis Klaipeda radeln und von dort mit der Fähre zurück nach Kiel fahren. Da ich hierbei aber durch die russische Enklave Kaliningrad radeln müsste, möchte ich diese Tour nur zu zweit unternehmen. Den Mitfahrer gibt es bisher aber noch nicht. Eine andere Möglichkeit wäre, sich Richtung Masuren zu orientieren und hier noch weitere Touren zu unternehmen. Wie schön es dort ist, weiß ich ja bereits von meinen früheren Fahrten mit Freunden!

Insgesamt bin ich in diesem Jahr ca.1800 km gefahren. Deutlich mehr als 2009, da waren es ja gerade einmal 330 km. Aber immer noch weniger als ich gerne möchte. Trotzdem bin ich zufrieden, und es ist doch auch schön, wenn noch Steigerungen möglich sind.