Nachdem ich nun mein neues Rad habe, soll es auch gleich einem „Härtetest“ unterzogen werden. Und was bietet sich da mehr an, als den ersten Teil des Ostseeküsten-Radweges (OKRW) unter die Räder zu nehmen. Ich fahre also am 18.04.2010 auf der Strecke des OKRW von Kappeln nach Flensburg. Eine Strecke, die ich in Verbindung mit dem gesamten Weg bestimmt nicht fahren werde.

Es ist tolles Wetter. Die Sonne scheint, der Wind weht aus westlicher Richtung in „normaler“ Stärke, d. h. hin und wieder gibt es auch Gegenwind. Aber mit dem muss man ja bei uns immer rechnen. Irgendwie ersetzt der Wind die fehlenden Berge. 😉

In der Tat, bei z. B. fünf Windstärken (5 Bft.) hat man schon zu kämpfen, wenn man gegen den Wind anfahren muss. Einen Berg hoch zu fahren ist da nicht unbedingt schwieriger. Wer mehr zum Thema Wind wissen möchte klickt hier:  Windstärken

Bei meiner Tour folge ich genau der Streckenführung des OKRW. Es gibt aber aus meiner Sicht schönere Wege, die dichter an der Ostsee entlang führen, z. B. die Strecke um die Geltinger Birk herum. Auch der Umweg über Maasholm entlang der Schlei in Richtung Vogelwärterhütte und weiter auf dem Damm bis nach Kronsgaard ist eine ausgesprochen schöne Strecke und sollte m. E. in die persönliche Tourplanung mit aufgenommen werden! Aber es ist ja wohl, aus welchem Grund auch immer, nicht beabsichtigt, dass man dort entlang fährt. Der Umweg über Maasholm führt in den meisten Bereichen über gut befestigte Wege, ohne Autoverkehr. Der Weg über die Birk ist nicht ganz so gut. Hierbei handelt es sich um einen festen Schotterweg der nur an der einen oder anderen Stelle kleine Sandstellen aufweist, die man allerdings umfahren kann.

Aber auch ohne diese Teilabschnitte fährt man sehr viel direkt an der Ostee entlang. Den Blick über Feld und Flur kann man genau so genießen wie den Blick zur dänischen Südsee und Küste.

Auch lernt man hier, dass unsere Gegend alles andere als flach und eben ist. Zwischen Neukirchen und Glücksburg geht es sehr hügelig zu. Da gibt es schon einige kleine Anstiege, wo man kräftig in die Pedalen treten muss. Als Lohn für die geleisteten Anstrengungen winken herrliche Ausblicke über die Flensburger Förde und das dänische Festland.

Meine Tour endet schließlich am Bahnhof in Flensburg. Mit der Bahn fahre ich nach Süderbrarup und von dort mit dem Rad nach Kappeln zurück.

Die Strecke auf dem OKRW beträgt lt. „bikeline“ 72 km. Mit meiner Rückfahrt von Süderbrarup war diese Tour insgesamt ca. 90 km lang. Es war eine sehr schöne Tour für die ich eine reine Fahrzeit von 4,25h benötigte und die ich gut bewältigen konnte. Während der Fahrt tauchten keine Probleme auf und auch nicht danach. 🙂 Es ist also durchaus realistisch Tagestouren von ca. 80 bis 100 km anzupeilen.

 Das Rad fährt auch sehr gut. Ein anderer Sattel sollte es aber trotzdem sein, auch wenn der montierte keine Probleme bereitet hat. Aber besser geht ja immer! 🙂 Allein die Kombination Kettenblatt/Ritzel soll geändert werden. Jetzt ist 42/18 montiert. Ich möchte aber 42/20 haben, wie es auch bestellt war. Es fehlt dann sicherlich der jetzige 8. Gang, denn der 7. bei 42/18 ist fast identisch mit dem 8. bei 42/20. Aber bei einem Tourenrad ist das m. E. nicht so wichtig. Wichtiger ist mir persönlich die kleinere Entfaltung im ersten Gang.

Insgesamt kann ich diese Tour nur empfehlen, in welche Richtung man sie auch befährt. Wer die Möglichkeit hat, achtet auf die aktuelle Windrichtung und Windstärke und entscheidet dann. Die von mir benannten Umwege würde ich in Kauf nehmen. Beide Teilstrecken sind sehr schön und ohne Probleme zu befahren, wie im Übrigen die gesamte Strecke, auch mit Gepäck und Kindern.

 

Auf dem OKRW

Auf dem OKRW

 

Naturstrand

Naturstrand

Flensburger Förde

Flensburger Förde

Blick nach Dänemark

Blick nach Dänemark